Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) — PKV-Leads
Dukart Agentur (nachfolgend „Verkäufer“ oder „wir“)
Inhaber: Markus Dukart
Makartstr. 28, 75175 Pforzheim
Telefon: +49 176 654 864 16 · E-Mail: info@dukart-agentur.de
§ 1 Geltungsbereich, Vertragspartner
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Bestellungen von PKV-Leads über die Website dukart-agentur.de/pkv-leads-kaufen (nachfolgend „Shop“) zwischen dem Verkäufer und dem Käufer.
(2) Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, die die Bestellung im Rahmen ihrer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit (insbesondere als Versicherungsmakler, -vertreter oder vergleichbare Vermittler) vornehmen. Verbrauchergeschäfte im Sinne des § 13 BGB sind ausgeschlossen.
(3) Der Käufer bestätigt im Rahmen des Bestellvorgangs durch aktives Setzen eines Häkchens verbindlich, dass er als Unternehmer im Sinne des § 14 BGB handelt. Der Verkäufer behält sich vor, hierzu ergänzend die Angabe einer Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, Gewerbeanmeldung oder vergleichbarer Nachweise zu verlangen.
(4) Entgegenstehende oder ergänzende Bedingungen des Käufers werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Verkäufer stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
§ 2 Vertragsschluss
(1) Die Darstellung der Leistungen im Shop stellt kein bindendes Angebot des Verkäufers dar, sondern eine unverbindliche Aufforderung an den Käufer, seinerseits ein Angebot abzugeben.
(2) Mit Abschluss des Bestellvorgangs (Klick auf „Kostenpflichtig bestellen“) gibt der Käufer ein verbindliches Angebot zum Abschluss eines Vertrags ab.
(3) Der Vertrag kommt zustande mit Zugang der automatisierten Bestellbestätigung (Bestellübersicht) beim Käufer, spätestens jedoch mit vollständigem Eingang der Zahlung beim Verkäufer bzw. dessen Zahlungsdienstleister. Bei Zahlung per Karte, Apple Pay, Google Pay oder SEPA-Lastschrift erfolgt dies unmittelbar nach Bestätigung durch den Zahlungsdienstleister; bei Überweisung mit Gutschrift des Betrags.
(4) Der Verkäufer ist berechtigt, ein Angebot ohne Angabe von Gründen abzulehnen, insbesondere wenn Zweifel an der Unternehmereigenschaft des Käufers oder der Richtigkeit der angegebenen Daten bestehen.
§ 3 Vertragsgegenstand, Definitionen
(1) Vertragsgegenstand ist die Bereitstellung von Kontaktdatensätzen natürlicher Personen („Leads“), die im Rahmen einer vom Verkäufer betriebenen Marketingkampagne aktiv Interesse an einer Beratung zur privaten Krankenversicherung (PKV) bekundet, ihre Kontaktdaten freiwillig angegeben und der Kontaktaufnahme durch einen Versicherungsmakler zum Zweck der Beratung zugestimmt haben.
(2) „Exklusiv“ bedeutet, dass der jeweilige Lead-Datensatz nach Zustellung an den Käufer nicht ein zweites Mal an einen anderen Käufer verkauft wird.
(3) „Qualifizierung“ bezeichnet die Anzahl und Art der Zusatzfragen, die der Lead im Rahmen des Interessebekundungsprozesses beantwortet hat. Der Umfang der Qualifizierung richtet sich nach der vom Käufer im Bestellprozess gewählten Stufe.
(4) „SMS-Verifizierung“ bezeichnet eine zusätzliche, technische Bestätigung der Erreichbarkeit der angegebenen Telefonnummer zum Zeitpunkt der Interessebekundung. Wurde die SMS-Verifizierung nicht gebucht, übernimmt der Verkäufer keine Gewähr für die Richtigkeit oder dauerhafte Erreichbarkeit der angegebenen Telefonnummer.
§ 4 Leistungsumfang, keine Erfolgsgarantie
(1) Der Verkäufer schuldet die Lieferung von Lead-Datensätzen mit den vertraglich zugesicherten Eigenschaften (zutreffende, zum Zeitpunkt der Erhebung aktuelle Kontaktdaten; erfolgte Zustimmung zur Kontaktaufnahme; ggf. gebuchte Zusatzqualifizierung).
(2) Der Verkäufer übernimmt keine Garantie dafür, dass
- a) der Lead unter der angegebenen Telefonnummer oder E-Mail-Adresse tatsächlich erreichbar ist,
- b) der Lead nach Kontaktaufnahme weiterhin an einer Beratung interessiert ist,
- c) es zu einem Beratungsgespräch oder einem Vertragsabschluss zwischen Lead und Käufer kommt.
(3) Der wirtschaftliche Erfolg der Kontaktaufnahme (Terminvereinbarung, Beratung, Vertragsabschluss) liegt außerhalb des Einflussbereichs des Verkäufers und ist nicht Vertragsgegenstand.
§ 5 Preise und Zahlungsbedingungen
(1) Es gelten die zum Zeitpunkt der Bestellung im Shop ausgewiesenen Preise. Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen und berechnet, sofern und solange diese Regelung für den Verkäufer Anwendung findet.
(2) Die Lieferung erfolgt ausschließlich gegen Vorkasse. Der Verkäufer ist nicht zur Lieferung verpflichtet, bevor der vollständige Kaufpreis beim Verkäufer eingegangen ist.
(3) Bei Zahlung per Kreditkarte, Apple Pay, Google Pay oder SEPA-Lastschrift/-Überweisung über den vom Verkäufer bereitgestellten Zahlungsdienstleister gilt der Kaufpreis mit Bestätigung des Zahlungsdienstleisters als eingegangen.
(4) Wählt der Käufer die Zahlungsart Banküberweisung, ist der Rechnungsbetrag innerhalb von 3 Werktagen nach Bestellung auf das vom Verkäufer bzw. dessen Zahlungsdienstleister mitgeteilte Konto zu überweisen. Mit fruchtlosem Ablauf dieser Frist gerät der Käufer ohne weitere Mahnung in Zahlungsverzug (§ 286 Abs. 2 Nr. 2 BGB). Für die Dauer des Verzugs ist der Verkäufer berechtigt, Verzugszinsen in Höhe von 9 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz sowie eine Pauschale von 40 € je Mahnvorgang (§ 288 Abs. 5 BGB) zu berechnen. Die Geltendmachung eines weitergehenden Verzugsschadens bleibt vorbehalten.
(5) Bei Zahlung per Kreditkarte kann der Verkäufer einen angemessenen Aufschlag zur Deckung der anfallenden Transaktionskosten erheben; dies wird dem Käufer vor Zahlung transparent im Checkout ausgewiesen.
§ 6 Lieferung, Leistungszeitraum
(1) Nach Zahlungseingang wird die Bestellung des Käufers innerhalb von 72 Stunden mit der entsprechenden Kampagne verknüpft. Ab diesem Zeitpunkt werden Leads laufend generiert und automatisiert per E-Mail an die vom Käufer angegebene Adresse zugestellt.
(2) Der Zeitpunkt der Zustellung des gesamten bestellten Volumens ist abhängig von der Bestellmenge sowie der Verfügbarkeit passender Leads aus der laufenden Kampagne und kann bei umfangreicheren Bestellungen ab einer Menge von 30 Leads bis zu drei Monate in Anspruch nehmen. Auf diesen Umstand wird der Käufer bei Bestellungen ab dieser Menge bereits vor Abschluss der Bestellung im Checkout hingewiesen.
(3) Sollte sich die Zustellung über einen im Checkout genannten Zeitraum hinaus verzögern, wird der Käufer hierüber per E-Mail informiert. Der Käufer ist in diesem Fall berechtigt, hinsichtlich des noch nicht gelieferten Anteils der Bestellung vom Vertrag zurückzutreten und die anteilige Rückerstattung des bereits gezahlten, aber noch nicht durch Lieferung erfüllten Betrags zu verlangen. Bereits gelieferte Leads sind von einem solchen Rücktritt ausgenommen.
(4) Sollte die Lieferung vorübergehend nicht möglich sein (z. B. bei außergewöhnlich hohem Bestellaufkommen oder technischen Störungen), informiert der Verkäufer den Käufer unverzüglich per E-Mail. In diesem Fall verlängert sich die jeweils maßgebliche Lieferfrist angemessen, höchstens jedoch um zwei Wochen. Wird auch diese verlängerte Frist nicht eingehalten, kann der Käufer hinsichtlich des betroffenen, noch nicht gelieferten Anteils vom Vertrag zurücktreten.
§ 7 Reklamation, Mängelrüge
(1) Der Käufer hat offensichtliche Mängel eines gelieferten Leads innerhalb von 72 Stunden nach Zustellung in Textform (E-Mail) zu rügen. Nach Ablauf dieser Frist gilt der Lead als vertragsgemäß geliefert und abgenommen.
(2) Als berechtigter Mangel gilt insbesondere:
- a) die angegebene Telefonnummer ist erwiesenermaßen nicht existent oder nie vergeben (nur bei gebuchter SMS-Verifizierung reklamierbar),
- b) der Lead bestreitet glaubhaft, jemals sein Interesse bekundet oder einer Kontaktaufnahme zugestimmt zu haben,
- c) die übermittelten Daten sind offensichtlich frei erfunden oder Testeingaben (z. B. „Max Mustermann“, erkennbar unsinnige Angaben).
(3) Kein Mangel liegt insbesondere vor, wenn
- a) der Lead trotz mehrerer Kontaktversuche nicht erreichbar ist,
- b) der Lead nach erfolgtem Kontakt kein Interesse mehr an einer Beratung hat,
- c) es nicht zu einem Vertragsabschluss zwischen Lead und Käufer kommt,
- d) ohne gebuchte SMS-Verifizierung die angegebene Telefonnummer nicht (mehr) erreichbar ist.
(4) Bei berechtigter Reklamation liefert der Verkäufer nach eigener Wahl einen Ersatz-Lead derselben Kategorie und Qualifizierungsstufe nach. Eine Rückerstattung des Kaufpreises erfolgt nur, soweit eine Ersatzlieferung nachweislich nicht möglich ist.
§ 8 Kein Widerrufsrecht
Ein gesetzliches Widerrufsrecht nach §§ 355 ff. BGB besteht nur für Verbraucher im Sinne des § 13 BGB. Da sich das Leistungsangebot des Verkäufers ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB richtet (vgl. § 1 Abs. 2), besteht kein Widerrufsrecht.
§ 9 Pflichten des Käufers im Umgang mit den Leaddaten
(1) Der Käufer wird durch den Erwerb eines Lead-Datensatzes selbst datenschutzrechtlich Verantwortlicher im Sinne der DSGVO für die weitere Verarbeitung der übermittelten personenbezogenen Daten.
(2) Der Käufer verpflichtet sich,
- a) die erhaltenen Daten ausschließlich zum Zweck der Kontaktaufnahme und Beratung im Rahmen der PKV-Vermittlung zu verwenden,
- b) die Daten nicht an Dritte weiterzugeben, weiterzuverkaufen oder für andere Zwecke zu nutzen,
- c) die geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen, insbesondere die DSGVO, bei der Verarbeitung einzuhalten,
- d) die Daten zu löschen, sobald der Zweck der Kontaktaufnahme entfällt bzw. gesetzliche Löschpflichten dies erfordern.
(3) Der Käufer stellt den Verkäufer von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die aus einer vertrags- oder datenschutzwidrigen Nutzung der Leaddaten durch den Käufer resultieren.
§ 10 Nutzungsrecht an den Leaddaten
Mit vollständiger Bezahlung erhält der Käufer ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht an dem jeweiligen Lead-Datensatz, beschränkt auf den in § 9 genannten Zweck. Eine Übertragung des Nutzungsrechts an Dritte sowie ein Weiterverkauf der Daten sind ausgeschlossen.
§ 11 Haftung
(1) Der Verkäufer haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer fahrlässigen oder vorsätzlichen Pflichtverletzung beruhen, sowie für sonstige Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Verkäufers, seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen.
(2) Für Schäden aus der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), die auf einfacher Fahrlässigkeit beruhen, ist die Haftung des Verkäufers der Höhe nach auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt; dieser wird auf den Wert der jeweiligen Bestellung begrenzt.
(3) Im Übrigen ist die Haftung des Verkäufers für Schäden aus einfacher Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
(4) Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz sowie für die Übernahme einer Garantie bleibt von den vorstehenden Beschränkungen unberührt.
§ 12 Anwendbares Recht, Gerichtsstand
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist, soweit der Käufer Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist, der Sitz des Verkäufers.
§ 13 Schlussbestimmungen
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hiervon unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.
Stand: September 2026
